Freitag, 25. Dezember 2009

Singapur – die letzten Stunden

Koffer packen und noch einmal durch Singapur wandern in China Town ein Würstelstandl entdecken. Robert schlägt sofort zu mit einer Käsekrainer und einer Bratwurst samt einem richtigen Semmerl. Ich sah zu, ist nicht unbedingt mein Essen. Es wurden ein paar Worte mit Erich gewechselt – Standlbesitzer – und er erzählte uns seine Erfahrungen als Österreicher in Singapur.
Anschließend gingen wir weiter und es wurde ein Abendessen für mich organisiert – chinesische Leckereien, was sonst in China Town.

In unserem Quartier konnten wir noch einmal Duschen und uns umziehen für die lange Reise. Jetzt aber los.

Alle die meinen Blog verfolgt haben einen Dank fürs Lesen und für die Reaktionen, bald kann ich alle meinen Lieben wieder in die Arme schließen und drücken.

In Summe eine schöne Reise mit neuen Erkenntnissen, Erfahrungen, Eindrücken und auch mit Erholung.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Weihnachten in Singapur

Es regnet und regnet und schüttet viele Stunden. Robert und ich haben unsere Pension erst so gegen 14.00 Uhr verlassen da es etwas aufhellte und der Regen zu Ende ging.
Ich wollte shoppen gehen kann aber leider nichts Geeignetes finden. Die Shopping-Malls sind entweder zu teuer (Gucci und Co) oder die Märkte haben nur Ramsch. Mittelklassegeschäfte nicht zu finden. Sind hier alle reich?

Die weitere Tour ging dann in den Bereich Colonial Core. Ich bin schon müde vom herumlaufen und Robert ladet mich auf ein Glaser Wein beim Singapore River Promenade ein, aus einem Glaserl wurden zwei. Am Weg zum MRT-Station kamen wir bei einem McDonalds vorbei dort aßen wir unser Weihnachtsmenu einen FischMc mit Pommes und Sprit. Da ich nie zum Mc gehe war es eigentlich etwas Besonderes.

In der Unterkunft angekommen habe ich noch ein wenig gerastet und dann waren Robert und ich in der Bar Union Square tanzen.

Müde bin ich ins Bett gefallen.

Ein schönes Weihnachtsfest an alle Zurückgebliebenen.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Auf Wiedersehen Bali – ein Wiedersehen in Singapur

Auf Bali sollte ich einige Souvenirs kaufen, waren aber hier zu teuer, hätte ich in Ubud (Umgebung) erledigen sollen. Egal. Was nicht ist, ist nicht.

Am Flughafen durfte mein großes Gepäck ein Check in nicht mehr als 15 kg haben, also habe ich alle Salsas und andere schwere Dinge in mein Handgepäck geschafft. Fehler. Denn beim Durchleuchten meines Handgepäcks hat man mir die Salsas wieder weggenommen und entsorgt. Auf Nimmerwiedersehen. Selber schuld. Ich war so konzentriert mein Gepäck „light“ zu halten, dass ich vergessen habe das Salsas zu Flüssigkeiten zählen. Schöner Schas. Als Spende in meinem Kopf abgehakt.

Hallo Singapur! Hier ist das leben wieder ganz anders, mehr geregelt und sehr sauber. Robert brachte mich zur Orchard Road zum Shoppen. Hier waren die ganz GROSSEN vertreten, wie Gucci, Chanel, LV, D&G, Armani, und, und, und. Ich habe vielleicht Augen gemacht als ich sah, dass es hier bei Chanel so zugeht wie beim H&M in Wien, wahnsinnig viele Leute und alle kauften wie verrückt – nur weil keine Preise angeschrieben waren? In diesen Geschäften werden keine Preise angeschrieben, man kauft mit der Plastikkarte und setzt sich erst zu Hause aufs Sofa und wird Ohnmächtig beim Anblick der CreditCard-Abrechnung.
An dieser Straße war es richtig laut, überall ertönten Weihnachtslieder und Glöckchen klingelten? Warum bloß? Das Christkind gibt es hier nicht. Also die Weihnachtsbeleuchtung am Graben, in der Rotenturmstraße, Kärntner Straße oder auch Mariahilferstraße ist auf alle Fälle sehr stil- und geschmackvoll. In Singapur extrem bunt, glitzernd, leuchtend und flimmernd. Ich glaube das lieben die Asiaten.

Eigentlich war es wieder ein anstrengender Tag. Ich bin müde – gute Nacht.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Abschied von Gili Trawangan und retour nach Bali (Seminjak)

Gemütlich Aufstehen, packen, Katze streicheln, frühstücken und zum Boot gehen. Leider hat die Organisation mit dem originellen Namen Blue Water Express keinen Anlegesteg, d.h. Schuhe aus und mühsam vom Strand voll mit Korallen und mit großem Handgepäck ins Boot einsteigen. Alles gut gegangen niemand ist ins Wasser gefallen.
Die Fahrt dauerte 3 ½ Stunden, ich verbrachte sie mit lesen und schlafen. Knapp vor Bali mussten wir einen Stopp einlegen, weil der Motor so komische Geräusche machte, ach soooooo, es hat sich nur ein Bambusrohr in den Schiffsschrauben verfangen. Die Schiffsmannschaft lacht und entfernt den Gegenstand und weiter geht es.
In der Marina von Padong Bai – eine Freude hier anzulegen, sehr, sehr schön – wurden die Handvoll Passagiere zu kleinen Bussen gebracht und jeder zum Quartier transfert.

In Seminjak angekommen, möchte Robert unbedingt noch einmal Schwimmen gehen. Ich konnte verzichten, keine Sonne, ewig lang ins Meer latschen müssen weil es so seicht ist und wenn endlich im Schwimmbereich angekommen gibt es so starken Wellenbruch, dass ich wahrscheinlich um mein Leben kämpfen müsste. Nein danke. Ich blieb am Strand bei einem Avocadosaft und beobachtete Robert, vergrößert mit dem Fotoapparat, damit ich sehen kann, ob alles O.K. ist.

Einkaufen, Abendessen und endlich wieder Tanzen. In der Salsa-Bar Bahiana war gute Musik und auch eine Tänzer, Touristen (Männer) aber auch Einheimische (Frauen) und ein Päarchen – wir aus Austria. Damenüberschuss wie in fast jeder Salsa-Bar der Welt. Ich habe Robert mit und den möchte ich nicht herborgen. Wir sind wieder einmal die einzigen „Cubaner“. hier wurde eine Mischung aus cubanisch mit L.A. getanzt.
Barwechsel zum Obsession, der Inhaber ist ein Franzose, hier spielte ein Salsa-Live-Band. Die Bandmitglieder waren Indonesier, sangen in Spanisch und waren bekleidet wie eine alpenländische Volksmusikgruppe. Die Kombination war sehr lustig. Auch das Lokal selbst sah ein wenig wie Ski-Hütte in St. Anton am Arlberg aus. 3 Tänzchen noch und ab nach Hause.

Schlafen gehen, morgen ist schon wieder Reisetag.

Montag, 21. Dezember 2009

Gili Trawangan – faulig

Der Tagesablauf: spät aufstehen, frühstücken, Spaziergang, Fotos machen, Internet-Cafe aufsuchen und Blog schreiben bzw. Mails beantworten, zwischendurch Kater streicheln – der, wie ich bemerkt habe doch eine Katze ist, zum Glück war meine Namensgebung neutral – lesen, schwimmen – klingt nicht unbedingt nach Stress oder Arbeit?
Ich bin hier nicht nur stinkfaul sonder schon zum stinken zu faul. Ab morgen wird das Leben wieder anders werden – morgen ist Reisetag angesagt. Action!!!

Wenn ich meine Reise Revue passieren lasse, dann bemerke ich erst was ist alles erlebt habe:
balinesischer Hinduismus, Islam, Religions- und Ahnenkult, Wichtigkeit von Tempelanlagen, Bekleidung (Sarong auf Bali), Gewürze, Speisen, freundliche und offene Menschen und vieles, vieles mehr.

Ich hatte auch viele Erlebnisse mit Tieren: reiten auf einem kleinen Pferd, sehen von großen, bunten und interessant geformten Schmetterlingen, Affen ganz nahe sein, eine große, dicke und fette Schlange berühren, die Flügel eines Flughundes angreifen, Hähne im Originalgefieder kämpfen sehen aber auch eingefärbte (gelb, grün, pink, rot) bestaunen, einem schwarzen Vogel mit gelbem Schnabel „ich bin ein schöner“ beibringen, Krebs in seinem Muschelhaus besuchen, Mutter einer Katze werden, Huhn in der Suppe und Fisch aber auch Calamari mit dem Teller mit Reis.
So viele Tiererlebnisse habe ich in 3 Jahren in Wien nicht wie hier in 3 Wochen.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Gili Trawangan – untätig und trotzdem sozial

Bevor ich auf diese Insel kam, waren die Tage eigentlich immer voll ausgefüllt. Hier gibt es kein Programm, fast eigenartig nicht verplant zu sein. Einzig wichtig für mich ist es, dass ich mich ausreichend vor der Sonne schütze und erst an den Strand am späteren Nachmittag gehe. Midnight streicheln und ein wenig Fisch oder Huhn für das Tierchen organisieren. Robert sieht das gar nicht gerne, wenn Futter in ein Sackerl wandert für die Katze. Ich muss Gutes tun wegen des guten Karmas.

Am Strand fand Robert eine gedrehte Muschel in der Größe meiner Handfläche. Er war über seinen Fund begeistert. Die Muschel war komplett – also nicht löchrig oder sonst irgendwie beschädigt ABER sie war bewohnt. Robert legte mir die Muschel in die Hand uns meinte:
„Tu das da raus“.
„Robert das geht nicht das ist ein Krebs“
„Ich will die Muschel, aber den Krebs brauche ich nicht“
„Robert das geht nicht, der Krebs wohnt hier, das ist sein Haus“
„Kann man den Krebs nicht mit einem Stangerl rausholen?“
„Lieber Robert, das mache ich nicht, das wäre ja eine Delogierung ohne Grund oder man könnte auch Enteignung sagen.“
„Na gut dann nicht, ich schmeiß ihn ins Wasser“
„Nein, lege ihn wieder dahin wo du ihn aufgeklaubt hast, wenn du ihn ins Meer hinaus wirfst wird ihm schlecht und er speibt. Wahrscheinlich hat der Krebs Tage gebraucht um aus dem Wasser zu gehen mit dem Haus und jetzt wirfst ihn „Lichtjahre“ zurück.
„Mir egal“ und der Krebs flog in einem Hohen Bogen ins Meer.
Die Geschichte ist gut ausgegangen, weil der Krebs sein zu Hause nicht verloren hat und gut für mein Karma. Sein Magen wird sich sicherlich wieder einrenken.

Beim heutigen Abendessen haben Robert und ich keine Kosten gescheut es uns richtig gut gehen zu lassen. Wir haben unser gesamtes restliches Budget von 300.000,-- Rupien (22,-- €) verfressen mit Fisch, Calamari, Kartoffeln, Reis, viel Gemüse, Salat, Brot, Mayo und vor allem einen guten Rosé – kommt natürlich an den Rabl Rosé nicht heran. Wir löhnten für die Flasche 150.000,-- Rupien (11,-- €) – gut war es und aus – was kostet die Welt. Morgen wird wieder Geld gewechselt.
Preisvergleich: das Mittagessen mit einem Teller großer Vielfalt an Gemüsevariationen und eine große Wasserflasche 25.000,-- Rupien (1,80 €) – geschmacklich genauso gut.
Die Preisspannen einfach irre. Auf meiner Reise habe ich das schon öfter erlebt entweder sehr billig oder billig. Alkohol ist im Vergleich zum Essen immer sehr teuer, wenn es überhaupt einer angeboten wird.

Samstag, 19. Dezember 2009

Gili Trawangan - keine Termine

Ich werde munter weil ich schweißnass bin. Es gibt hier keine Aircondition nur einen Ventilator, aufstehen, duschen mit salzhältigem Wasser, lesen auf der Terrasse und frühstücken gehen, zurück zum Bungalow und Midnight wartet schon auf ein paar Streicheleinheiten. Robert und ich nehmen uns ausreichen für Kuscheln mit dem Kater Zeit, es gibt hier nicht besonders wichtige Dinge zu erledigen.

Spaziergang – gestern gingen wir von unserem Hotel aus rechts heute erkunden wir links die Straße. Es gibt hier ausreichend Geschäfte, Tauchbasen, Bars, Hotels, Restaurants (eines sogar mit Winner Snitzel – kosten wir nicht, wenn es falsch geschrieben ist wird es sicherlich auch falsch zubereitet werden, oder?) – Strand so weit das Auge reicht. Am Strand sind viele, viele, viele Korallen zu finden in allen Farben rot, blau, weiß und braun und auch Muscheln aber was ist mit dem Riff passiert. Es wurde hier mit Dynamit gefischt früher, jetzt gibt es ein kaputtes Riff und dafür eine gefährliche Strömung. Wir gehen bis zu einer neuen SPA-Hotelanlage, dieses neumodische Wort SPA gibt es auch hier schon, na ja die spinnen hier. Beim Retourweg am Strand entlang beginne ich roter und blauer Korallenrest aufzuklauben, es gibt doch sonst nichts zu tun. Ich muss aber sagen, ich konnte das nur, weil die Sonne hinter einer großen Wolke verschwunden ist, sonst wäre ich wieder auf der Straße unter den Bäumen gewandert. Wenn die Sonne zum Vorschein kommt, dann beginnt sie einen systematisch zu verbrennen ohne Rücksicht auf Rasse oder Hautfarbe.
Jetzt gehen Robert und ich ins Wasser vom vielen Aufklauben der Korallen brauchen wir eine Pause. Es beginnt leicht zu regnen wir bringen unsere Sachen in Sicherheit, lassen uns trocknen und gehen wieder auf der Straße weiter, eine Poolbar liegt des Wegs und schon waren wir im Wasser und bestellten uns eine Straberry Margarita und dann noch einen Frozzen Margarita. Lecker aber jetzt habe ich in Schwipsi und muss ins Bett. Also zurück zum Big Bubble.

Es kann sich niemand in meiner Heimat vorstellen wie heiß es hier ist. Ich habe mich nun endlich in Bali an die Hitze und Schwüle gewöhnt, aber hier … unerträglich. Das Meerwasser ist mittlerweile schon wärmer als die Luft, ich dacht heute wirklich ich schwimme im Brunze-Wasser. Ich glaube 2°C mehr und es kocht. Ich will mich nicht beschweren, es gibt schlimmeres.

Nachmittagsschläfchen ist angesagt. Ich bin jetzt schon sicher 2 Stunden wieder wach. Was ist mit dem schlafenden Robert? Ich habe ihn gefüttert mit einer saftigen, reifen Mango in der Hoffnung er wird munter. Nein als der Schnabel nichts mehr bekam dreht er sich zur Seite und schlief weiter. Na so was.

Abendessen gab es doch noch. Hier auf der Partyinsel noch spazieren gehen und die Bars begutachten, habe aber heute schon zwei Cocktails getrunken und will keinen Alkohol mehr trinken, wieder zurück zum Hotel und ins Bett gehen. Es ist schon spät.