Dienstag, 15. Dezember 2009

Bali – Pura Besakih (Osten)

Der Tag beginnt mit Schwimmen im Pool – Guten Morgen – gemütliches Frühstück mit Früchten und Tee, Reiseführer lesen, Blog schreiben, E-Mails beantworten und bis Mittags herumtrödeln. Herrlich.

Robert studiert die Straßenkarte und plant die Fahrt in den östlichen Teil der Insel zum Pura Besakih.
Schmuddy warten schon beim Steg und will etwas Bewegung. Robert fährt gut vorbereitet wie ein wilder Balineser die Straßen entlang und am Fuße des heiligen Berges Gunung Agung (3.140 m) liegt auf etwa 900 m die Tempelanlage Pura Besakih, das ist der größte und heiligste Tempel auch „Muttertempel“ genannt.
Beim Eingang schon fühle ich – Vorsicht, hier werden die Touristen abgezockt – 10.000,-- Rupien (0,80 €) pro Person Eintritt und 5.000,-- (0,40 €) das Parken ist normal. ABER es darf nur ein winziger Teil des Tempels alleine angesehen werden wenn man keinen Balineser als Guide im Schlepptau hat. Denn sonst ist der Zutritt zum Allerheiligsten nicht möglich. Dieser Guide will einen tip von ca. 8,-- € - HALLO !!!
Robert lässt sich das nicht gefallen und ignoriert die Sache. Dem Heiligtum schon sehr nahe begrüßt uns ein Balineser sehr freundlich und erklärt uns wieder, dass wir nicht zum
allerheiligsten Tempelbereich gehen dürfen ohne ihn. Robert erklärt, dass er Eintritt bezahlt hat und einen Sarong trägt – wie es die Vorschrift verlangt – und er sich alles ansehen darf, außerdem ist er kein staatlich geprüfter Guide, denn er habe keine Plankette auf der Brust – das wiederum stand im Reiseführer.
Ich muss nun etwas anmerken, es gibt in Besakih ca. 120 Tempel von jedem ehemaligen Königshaus, jedem Familienclan und jeder Berufsgruppe und es braucht keiner glauben, dass sie vom Prinzip her sehr unterschiedlich sind, ja, in der Größe vielleicht aber sonst sind es immer 2 pavillonähnliche Häuser, ein Sesselchen auf einem hohen Thron mit Gaben, ein oder mehrere Türme, Gesamteindruck schmucklos, dunkle Steinwände und mit mehr oder weniger goldenen Verziehrungen. Ich muss das Allerheiligste nicht sehen, verstehe noch immer zu wenig von der Religion.
Robert und ich wurden aus dem heiligsten Tempelbereich hinausgeworfen – auch wurscht sind doch eh noch 119 andere Tempel zu sehen.
Das Wetter ist leider nicht fotofreundlich ohne Lächeln der Sonne, no good.

So jetzt habe ich einen Hunger und will was essen. Schmuddy bringt uns zum nahe gelegenen Markt mit Obst- und Gemüseständen aber auch vielen Essensständen (genannt warung). Ich entschloss mich für eine köstlich scharfe Mixtur aus Reis, Gemüse, Nüssen und Kokosflocken dazu Tee und ich will auch noch etwas Süßes. Na da ist ja schon der sweet-Stand ich kaufte verschiedene Teigvariationen mit Bananen entweder gefüllt oder im Teig verarbeitet. Lecker und gar nicht zu süß.

Die Fahrt nach Hause war angenehm, weil noch Tageslicht ein sicheres Gefühl gab und nach der Ankunft sofort ins Pool. Es fängt zu regnen – nein – zu schütten an. Glück gehabt.

Was ich heute noch erfahren habe:
Vegetarier auf Bali sein heißt: kein Rind- und Schweinefleisch essen aber Fisch und Geflügel und hier kommen die fleischlosen Menschen nicht zu kurz, z.B. Nasi Campur, Nasi Padag, Nasi Goreng, Mie Goreng oder Gado-Gado. Auf den Märkten konnte ich mir oft meine Speise selbst zusammenstellen. Toll und lecker, es hat kein Restaurant geschafft mit einem Warung stand zu halten auch preislich nicht 2 Speisen mit 2 Tee kosten meistens 20.000,-- Rupien (1,40 €) in einem Restaurant zahlt man für 2 Menüs und 2 Glas Wein und 1 kleines Wasser 220.000,-- (15,50 €). Es ist richtig, beides leistbar für einen Europäer aber bei einem Warung isst man wesentlich besser.

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