Bevor ich auf diese Insel kam, waren die Tage eigentlich immer voll ausgefüllt. Hier gibt es kein Programm, fast eigenartig nicht verplant zu sein. Einzig wichtig für mich ist es, dass ich mich ausreichend vor der Sonne schütze und erst an den Strand am späteren Nachmittag gehe. Midnight streicheln und ein wenig Fisch oder Huhn für das Tierchen organisieren. Robert sieht das gar nicht gerne, wenn Futter in ein Sackerl wandert für die Katze. Ich muss Gutes tun wegen des guten Karmas.
Am Strand fand Robert eine gedrehte Muschel in der Größe meiner Handfläche. Er war über seinen Fund begeistert. Die Muschel war komplett – also nicht löchrig oder sonst irgendwie beschädigt ABER sie war bewohnt. Robert legte mir die Muschel in die Hand uns meinte:
„Tu das da raus“.
„Robert das geht nicht das ist ein Krebs“
„Ich will die Muschel, aber den Krebs brauche ich nicht“
„Robert das geht nicht, der Krebs wohnt hier, das ist sein Haus“
„Kann man den Krebs nicht mit einem Stangerl rausholen?“
„Lieber Robert, das mache ich nicht, das wäre ja eine Delogierung ohne Grund oder man könnte auch Enteignung sagen.“
„Na gut dann nicht, ich schmeiß ihn ins Wasser“
„Nein, lege ihn wieder dahin wo du ihn aufgeklaubt hast, wenn du ihn ins Meer hinaus wirfst wird ihm schlecht und er speibt. Wahrscheinlich hat der Krebs Tage gebraucht um aus dem Wasser zu gehen mit dem Haus und jetzt wirfst ihn „Lichtjahre“ zurück.
„Mir egal“ und der Krebs flog in einem Hohen Bogen ins Meer.
Die Geschichte ist gut ausgegangen, weil der Krebs sein zu Hause nicht verloren hat und gut für mein Karma. Sein Magen wird sich sicherlich wieder einrenken.
Beim heutigen Abendessen haben Robert und ich keine Kosten gescheut es uns richtig gut gehen zu lassen. Wir haben unser gesamtes restliches Budget von 300.000,-- Rupien (22,-- €) verfressen mit Fisch, Calamari, Kartoffeln, Reis, viel Gemüse, Salat, Brot, Mayo und vor allem einen guten Rosé – kommt natürlich an den Rabl Rosé nicht heran. Wir löhnten für die Flasche 150.000,-- Rupien (11,-- €) – gut war es und aus – was kostet die Welt. Morgen wird wieder Geld gewechselt.
Preisvergleich: das Mittagessen mit einem Teller großer Vielfalt an Gemüsevariationen und eine große Wasserflasche 25.000,-- Rupien (1,80 €) – geschmacklich genauso gut.
Die Preisspannen einfach irre. Auf meiner Reise habe ich das schon öfter erlebt entweder sehr billig oder billig. Alkohol ist im Vergleich zum Essen immer sehr teuer, wenn es überhaupt einer angeboten wird.
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