Montag, 14. Dezember 2009

Bali - Lake Bratan (Norden) und Pura Tanah Lot (Westen)

Was gibt es heute? Kurze Absprache was gemacht wird und ab ins Auto namens Schmuddy. Die Route führt nach Norden, beim Blick auf die Landkarte sieht es fast so aus als ob es nur Nord-Süd-Verbindungen gäbe. Die Straßen rinnen wie ein großer Wasserfall Bali hinab. Was soll den das? Es gibt wirklich keine Querverbindungen auf unserer Karte. Wir brauchen aber eine um an unser Ziel zu kommen. Also zuerst in Richtung Süden nach Denpasar und dann queren bis „unsere“ Straße in den Norden führt. Gut das machen wir, Robert hat nur leider die falsche Straße Richtung Norden erwischt und nach langem Suchen habe ich auf der Landkarte eine Verbindungstrasse nach Bedugul gefunden. Bei der Querverbindungsstraße angekommen war mir klar warum dieser Weg so blas auf der Karte eingezeichnet war. Ab diesem Moment habe ich unser Auto lieben gelernt, denn als Jeep - oder soll ich sagen als Möchte-Gern-Jeep - hat er diese Straße bravourös gemeistert. Robert musste so viele Schlaglöcher und Steine überwinden, dass ich auch ab diesem Moment froh war, dass vor mir und oberhalb der Tür ein Haltegriff angebracht war. Am Straßenrand badetet nackte Balineser, ich konnte nicht mal ein Foto schießen vor lauter anhalten und geschüttelt werden. Schade.

Querung von uns drei überlebt (Robert, Andi und Schmuddy) und wieder auf einer Hauptstraße angekommen ging es weiter, zuerst zum Markt von Candi Kunung zum Einkaufen und Mittagessen. Ich liebe Märkte und habe auch gleich zum Einkaufen begonnen vor allem Obst und Gewürze. Die Frau am Obststand war sehr großzügig und hat mich auch viele – für mich exotische – Früchte kosten lassen.

Dann zum Lake Bratan und dem Tempel Pura Ulun Danu. Leider gibt es hier wieder mal nur dicke Wolken? Es wird auf die Sonne gewartet. Die Zeit haben uns viele Leute vertrieben die sich mit Robert fotografieren lassen wollten. An was das wohl liegt? Graue Haare? Dicker Bauch? Alter? Europäer? Keine Ahnung. Die Sonne kommt hervor und Robert und ich schütteln die asiatischen Touristen oder auch Balineser ab und streiten uns um den besten Klick-Platz.

Zurück Richtung Süden und jetzt westlich halten. Ich möchte unbedingt den Sonnenuntergang in Pura Tanah Lot sehen. Er ist der landschaftlich am schönsten gelegene Tempel Balis und obwohl ein kleines Heiligtum eines der sechs wichtigsten Tempel. Die Sonne geht unter und Massen von Leuten machen wieder klick, klick, klick – ich auch.

Robert muss im Dunkeln zurück fahren, die Fahrt wird zur Strapaze. Warum? Schlechte Beschilderung, schmale Straßen, verrücktes Verkehrsverhalten. Wir mussten sehr oft nach dem Weg fragen und jeder Polisi-Mann sagte: „Now you must left/right/straight ahead“ und dann kam „Goodbye – be careful“. Wir haben es geschafft und haben Ubud erreicht, ab zum Hotel, wieder über den lagen Steg, die Sachen ins Zimmer bringen, Badeanzug anziehen und ab in Pool. TUI das haben sie sich verdient.

Essen gehen in die Stadt, Fußmarsch zum Café Habana, kein Salsa, kein tanzen – übrigens gestern auch nicht, Robert war zu erschöpft - nun in die Falle fallen. Schlafen. Gute Nacht.

Lieber Robert! – Du bist ganz toll mit dem Auto gefahren und hast mich sicher zu allen Sehenswürdigkeiten gebracht. Danke.

Thema Autofahren:
Auf Bali heißt Autofahren: der Schnellere, der Mutigere, der Verrücktere, der Stärkere und der mit der lautesten Hupe ist der Sieger. Verkehrsregeln – keine. Verkehrszeichen – werden nicht beachtet. Ampel – bei ROT fahren sonst verursacht man einen Massenauffahrunfall. So schaut es hier aus na prost.

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