Sonntag, 13. Dezember 2009

Bali - Ubud - Gunung Kawi - Affenwald

Heute bin ich wie eine Prinzessin aufgestanden – munter geworden in einem Himmelbett, Geschäfte verrichtet auf einem WC, das wie ein Thron erhöht im Bad in einer eigenen Nische angebracht ist, ein Schritt vor die Tür, üppiges Grün, eine liebliche Terrasse, die kleinen Bungalows sauber und gepflegt in einem Hindu-Tempel-Garten gebaut. Fantastisch ich bin im Paradies. Das Leben ist wieder schön. Gestern bei der Anreise in der Dunkelheit war nichts zu sehen, außer dem Pool vor unserem Zimmer.

Der Tag kann beginnen. Das vorreservierte Auto steht vor der Tür – also vor dem Tor, wo das Reisfeld mit dem schmalen Pfad beginnt – Ubud wir kommen – Robert fährt, ich glaube nicht, dass ich mir den Linksverkehr antun werde auch nicht dieses Auto. Es ist aus der Kolonialzeit übrig geblieben und total verdreckt. Der Rost des ganzen Vehikels wird zusammenhalten vom Dreck. Ehrlich. Ich öffnete die Beifahrertür und als leicht vermonkter Mensch wusste ich nicht wie ich mich setzen sollte. Schmutzig, schmutzig einfach durty. Augen zu, reinsetzen und nicht zicken. Der Gurt ist auch noch zum selbst einstellen und nicht mit automatischem Einzug. Nicht weiter nachdenken, ich bin hier in einem anderen Kosmos.

Zuerst fuhren wir zur Hauptstraße von Ubud und tranken im Lotus Café Tempel Kaffee und Fruchtsaft anschließend besichtigten wir den Tempel ich wusste nicht genau, wie ich mich verhalten muss, denn es scheint in jeder Region andere Regeln zu geben, bei den Hindus muss ich mich erst einleben, ich schaue mal was so die anderen machen und falls das falsch sein sollte wird doch ein Aufseher sicherlich freundlich mich auf den richtigen Weg weisen.

Ubud ist die Heimat vieler Künstler – nationaler und internationaler. Die Stadt hat viel Charme und gefällt mir ausgesprochen gut.
Ich habe festgestellt, dass die Grundlage auf Bali komplett anders ist als auf Java, ich denke das liegt an der Religion hier ist der Hinduismus stark vertreten und gegen den Islam ganz einfach anders.

Dann in den nördlich von Ubud gelegenen Pura Gunung Kawi bei Tegallalang - eine Begräbnisstätte. Was ist los? Es ist schwül aber leider nicht sonnig, wie soll ich schöne Fotos machen?

Zurück zur Stadt und ab in den Affenwald und zum Pura Dalem Agung Tempel. Robert spendierte Bananen um 10.000 Rupien und wollte gleich selber eine essen. Das geht hier nicht. Ich hatte ein paar Bananen in der Hand wurde auch schon von mindestens 3 Affen besprungen. Sie hantelten sich meine Beine hoch und schon war ich 3 Bananen los. Robert konnte keine Fotos machen, denn auf seiner Kamera war das falsche Objektiv – eh kloar. 2 Bananen konnte ich noch für gute Fotos verfüttern aber für Robert blieb keine über. Er war sauer. Fotomotive überall – super – Affen beim fressen, Affen beim putzen, Affen beim streiten, ein Affe auf Roberts Kopf der in dann auch noch anpinkelt, Affen bei anderen Touristen, Affenbabys mit Affenmamis. Einem Affen nahm ich eine seiner Bananen weg, er wollte die Banane nicht freiwillig hergeben, also habe ich ihn angefaucht er mich auch, ich war die Siegerin, um sie dann dem großen und liebsten Äffchen namens Robert zu schenken. Robert war glücklich.

Der Hunger drückt und eine gepflegtes Nachtmahl wurde eingeworfen: Tintenfisch, Reis, Gemüse, Suppe – einfach lecker.

Hier gibt es ein Café Habana, ich hoffe mit Salsa-Musik am Abend, denn ich will wieder einmal tanzen trotz der Affenhitze.

1 Kommentar:

  1. ja, ja diese Affen wollen immer Fressen und nichts dazu tun.

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