Taaaagwaaaacheeeeee! Die Stunde schlägt 5:30 Uhr – eigentlich was rege ich mich auf, ist doch wie zu hause wenn ich ins Büro muss. Frühstücken und schon werden wir wieder abgeholt und zum Dieng Plateau gebracht.
Die Fahrt zum Hochplateau – ich spreche von 2.000 m – dauerte 3 Stunden. Als Österreicherin habe ich natürlich warme Sachen in den Rucksack gepackt, wie meine Winterlaufjacke, Pulli, regenfeste Schuhe, … denn diese Höhenmeter bedeuten KALT. Hier auf Java ist alles anders, 2.000 m bedeutet nicht kalt sondern heiß ohne schwül.
Es gab im Dieng-Plateau ca. 400 hinduistische Tempeln und heute sind nur mehr 8 erhalten und davon habe ich Candi Arjuna, Candi Gatukaca, Candi Bima gesehen. Ehrlich gesagt man gerät in den Größenwahn, seit ich Borobudur gesehen habe finde ich kleinere Tempelanlagen direkt öd.
Was ich toll fand war Kawah Skidang, das ist ein vulkanischer Krater mit brodelndem grauen Schlamm und schwefelhaltigen Gasen – stink.
Dann gab es noch den Telaga Warna zu besichtigen, das ist ein „Färbiger See“ stinkt aber auch.
Was ich auch nicht gewusst habe: Indonesien ist eine der größten Nationen der Welt. Es gibt 18.108 Inseln und umspannt ein Achtel des Erdumfanges, nach China, Indien und den USA belegt dieses Land mit rund 235 Millionen Einwohnern den 4. Platz der Bevölkerungsliste. Indonesien belegt auch den 1. Platz wenn es darum geht, welches Land die meisten Muslime aufweist. Ich habe selbst in Ägypten nicht so viel gesanglichen Aufruf zum Gebet gehört wie hier und das wirklich 5x am Tag. Es ist schön und gefällt mir gut und es vermittelt mir das Bewusstsein ich bin weit, weit, weit weg von zu hause und meiner Kultur. Ich habe auch eine ganz neue Wahrnehmung – sehr positive – zu den Kopftuchfrauen gewonnen.
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